Literarisch unterwegs in Salzburg und Bad Gastein

Eine Reise zu den Quellen der Inspiration für Literatur, Film und Musik

(4.6.-11.62022 und 19.6.-25.6.2022)

(Wegen des großen Interesses wird diese Reise nochmals vom 17. Juni 2023 bis 24. Juni 2023 angeboten. Den Flyer zu der Reise 2023 können Sie hier herunterladen)

Begeisterung pur spürten beide Reisegruppen, die jeweils eine Woche auf literarischer Spurensuche in Salzburg und Bad Gastein unterwegs waren. Das Zusammenspiel von beeindruckenden Kulissen, kulturellen Hotspots, Thermen und Bergen ergibt seit jeher ein anregendes Gemisch, daher kamen und kommen gerade Literaten und Künstler sehr gern und teils auch sehr lang in diese Region.

Vom Johannesschlössel auf dem Salzburger Mönchsberg begab sich die Gruppe auf Spuren von Stefan Zweig, Georg Trakl, Thomas Bernhard und gegenwärtigen Autorinnen und Autoren unter fachkundiger und engagierter Leitung von Frau Inez Reichl de Hoogh. Ein sehr stimmungsvolles Konzert im Marmorsaal von Schloss Mirabell und eine literarische Betrachtung aus Zweigs Werken im wunderschönen Garten des Johannesschlössel rundetem die beiden Salzburger Tage ab. Aber dann kam ein spontanes Highlight dazu: Der Besuch in der Galerie von Michael Ferner, der uns zu einem Glas Sekt einlud und die Überraschung parat hatte, dass Texte aus Katharina Ferners Neuerscheinung vorgetragen wurden und Marko Govorcin für fetzige musikalische Umrahmung sorgte.

Konnten dies Eindrücke aus Salzburger überhaupt noch getoppt werden, so die Frage von einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ja, das geht in Bad Gastein. Die Gruppen wurden fürstlich im Hotel Excelsior empfangen und bewirtet und nun folgte ein Highlight dem nächsten. Elisabeth Kröll spazierte Geschichten erzählend mit uns zur Himmelwandhütte und gab bei einem weiteren Treffen Einblick in die vielen Persönlichkeiten, die Gastein seit je empfangen hat, und in die vielen Filme, die dort gedreht wurden und werden. Hans Naglmayr stellte in einem inspirierenden Vortrag den Nationalpark Hohe Tauern vor. Ich selbst führte auf der Himmelwandhütte, im Bergrestaurant des Stubnerkogl, auf der Nassfeldalm und in der hoteleigenen Kapelle durch markante Texte, die in Gastein entstanden sind: Wilhelm von Humboldts Briefe, in denen er sein Ideal von Bildung erläuterte, Nikolai Gogols „Nach dem Theater“, das ohne die Gasteiner Atmosphäre der ehemaligen Wandelhalle wohl nicht zustande gekommen wäre, Lyriker, allen voran der Minnesänger Neidhart von Reuental, Grillparzer und auch die Gedichte von Kaiserin Sissi und schließlich Hermann Burgers „Wasserfallfinsternis von Bad Gastein“, mit dem er den Bachmann Preis gewonnen hat.

Schnell war klar: Diese Reise wird erneut angeboten, vom 17.-24.6.2023. Und ich bin dankbar, dass ich mich dann erneut auf die zuverlässige und herzliche Hilfe von Angelika Schuhmacher verlassen kann, die mich in all den Reisen bereits unterstützt hat. Salzburg und Bad Gastein haben gehalten, was sie versprechen: Inspirationsquelle zu sein. Das haben die Abschlussabende der Gruppen im Excelsior grandios gezeigt. Jedem war klar, dass gerade in Bad Gastein derart viel literarisches Gold auf den Straßen liegt, dass ohne Weiteres ein Literaturfestival Gastein ins Leben gerufen werden könnte. Vielleicht ein Projekt für die Zukunft.

5 Gedanken zu „Literarisch unterwegs in Salzburg und Bad Gastein“

  1. Die gesamte Reise war sehr interessant, ausgesprochen vielseitig und von Frau Dr. Mielke liebevoll zusammengestellt und begleitet. Vielen, vielen Dank!
    Ein großer Dank gilt auch Frau Schuhmacher für ihr unaufdringliches, jedoch sehr fürsorgliches, geduldiges und zugewandtes Wirken im Hintergrund.
    Ich bin neugierig auf weitere Reisen und würde jederzeit gerne wieder daran teilnehmen.

  2. Wer noch nicht dabei war, sollte sich auf jeden Fall den Juni nächstes Jahr freihalten – vor allem Bad Gastein war mich in JEDER Beziehung ein wunderbares Erlebnis, trotz (oder gerade wegen) des Regens!!! Zu ergänzen wären noch die wunderbaren Strudl auf der Himmelwandhütte und die innovativen Getränke auf der Naßalm (Alpenglühn – eine selbstgemachte Limonade mit Kurkuma und Ribissl), die Radonbäder im Hotel, die unglaubliche Gastfreundschaft der Hotelbesitzer und absolut nicht zuletzt die wunderbaren Texte von Frau Mielke, ohne die das “GasteinGefühl” nicht möglich geworden wäre.

  3. Mir fällt zu der literarischen Reise das Zitat von unserem großen Dichterfürst ein:
    „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“
    Goethe
    Liebe Frau Mielke, mit Ihrem Wissen, Ihren tollen Texten und Ihrer Begeisterung ist es Ihnen gelungen, diesem Ziel ein Stückchen näher zu kommen.
    Vielen Dank dafür!

  4. „Literarisch unterwegs“ durch Gattungen und Epochen ist Dr.Ulrike Mielke in ihren Büchern und in ihren virtuellen Angeboten – mit einer Textauswahl, die genau zum aktuellen Zeitkontext passt, dazu ihre individuellen Interpretationen, klug und oft auch mutig.

    Der Reise durch ihre Publikationen folgte die „echte“ Fahrt ins Salzburger Land. Unsere Erwartungen waren hoch. Sie wurden übertroffen von dem, was uns geboten wurde: Ein Schauspiel in mehreren Akten inmitten einer zauberhaften Kulisse unter der Regie einer souveränen Teamleiterin und mit individuellen Akteuren, die ein harmonisches Ensemble bildeten.
    Der Prolog war in Salzburg: Literatur unter freiem Himmel, entweder an den Schauplätzen ihrer Entstehung und Präsentation oder als Lektüre und Gesprächsgrundlage im Schatten der alten Bäume des Johannesschlössls. Die Begleitmusik reichte von Vivaldi und Mozart im Schloss Mirabell über südländische Gitarrenklänge in der Kunstgalerie Ferner bis zur „Krönungsmesse“ im Dom.
    Im Gasteiner Tal erwartete uns ein einzigartiges Schauspiel in mehreren Bildern. Alle konnten sich aus dem reichhaltigen Angebot aus literarischen Gattungen, kulinarischen Spezialitäten und landschaftlichen Reizen ihr Programm zusammenstellen. Die Basis der Gruppe war die gemeinsame Liebe sowohl zur Kultur als auch zur Natur, eine ideale Voraussetzung für ein intensives Gemeinschaftserlebnis.
    Nach dem Finale mit der „Wasserfall-Finsternis von Bad Gastein“, verfasst vom Bachmann-Preisträger Hermann Burger, wurde mit langanhaltendem Applaus der Organisatorin und Leiterin Dr. Ulrike Mielke sowie den „guten Geistern“ hinter der Bühne gedankt.
    „Eine Reise zu den Quellen der Inspiration für Literatur, Film und Kunst“ war uns versprochen worden – beschenkt wurden wir mit einem Gesamtkunstwerk.
    Herzlichen Dank !
    Dr. Edith Fiscal

  5. was für eine wunderbar bereichernde Woche! Salzburg, Bad Gastein: für mich eine interessante Neuentdeckung …. Musik, Literatur, Natur, Gemeinschaft, alles war so schön… zum wiederholen schön,
    herzlichen Dank an alle!!!

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