Literarische Gesprächskreise

Am Bildungszentrum Heidelberg und im Bildungszentrum sanctclara Mannheim biete ich an unterschiedlichen Orten Lesekreise mit Semesterthemen an. Die jeweilig aktuellen Orte und Themen sind bei den jeweiligen Bildungszentren zu erfragen. Die Kreise bestehen aus 14-20 Personen, treffen sich einmal wöchentlich für zwei Stunden und diskutieren sich durch die Weltliteratur. Die Themen- und Buchauswahl wird jeweils von einem zum anderen Semester festgelegt. Die Lesekreise richten sich an ein lesefreudiges und diskussionsfreudiges Publikum, ein Einstieg ist zu jedem neuen Semester jeweils möglich.

Vom 18.3.2020 bis 12.6.2020 habe ich den virtuellen Literaturkreis angeboten, zu dem es jetzt einige Treffen in Mannheim und Heidelberg geben wird.

Treffen zum virtuellen Literaturkreis

Nach vier Monaten Isolation haben viele das Bedürfnis, über einiges von dem, was wir im virtuellen Literaturkreis gelesen haben, mit Menschen in direktem Kontakt zu diskutieren.

Wir werden die Corona-Bedingungen erfüllen und treffen uns im Freien (Ausweichraum bei Regen ist gewährleistet).

Falls Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte via E-Mail literatur@mielke-hd.de unter Angabe von Ort, Datum und Thema an. Wer keinen Internetzugang hat, kann sich ausnahmsweise auch telefonisch anmelden. Ich bitte um Verständnis, dass ich um verbindliche Anmeldung bitten muss, da die Teilnehmerzahl eng begrenzt ist. Bitte fügen Sie auch eine Telefonnummer an, dass ich Sie ggf. auch kurzfristig erreichen kann. Die Gruppe hat jeweils eine Maximalgröße von 12 Personen. Sie erhalten für Ihre Anmeldung eine Bestätigung von mir.

In Mannheim steht uns der Garten der ev. Johannisgemeinde offen, Windeckstraße 1, 68163 Mannheim, Nähe Bahnhof, Straßenbahnhaltestelle in unmittelbarer Nähe.

In Heidelberg treffen wir uns im Garten des Restaurant Cottage. Bergheimer Straße 147, 69115 Heidelberg, Nähe Bahnhof, Straßenbahnhaltestelle vor der Tür; wer mit dem Auto kommt fährt von der Alten Eppelheimer Str. auf das Landfriedgelände und kann die Parkplätze der Tanzschule Nuzinger nutzen. Im Anschluss an die Heidelberger Termine besteht die Möglichkeit eines Mittagstischs im Cottage.

Unkostenbeitrag 15 EUR p.P. pro Termin, Zusagen erfolgen nach Reihenfolge der Anmeldungen.

Folgende Themen biete ich an:

Liebe (Márquez, Kästner, Werner)
Mannheim: 25.8.2020, 10.30-12.00 Uhr
Heidelberg: 28.8.2020, 10.30-12.00 Uhr

Freundschaft (Montaigne, Schiller, Marai)
Mannheim: 1.9.2020, 10.30-12.00 Uhr
Heidelberg: 4.9.
2020, 10.30-12 Uhr

Sehnsucht (Eichendorff, Kolbe, Domin)
Mannheim: 8.9.2020, 10.30-12.00 Uhr
Heidelberg: 11.9.2020, 10.30-12.00 Uhr

Freiheit (Rilke, Böll, Veil)
Mannheim: 28.7.2020, 10.30-12.00 Uhr
Heidelberg: 31.7.2020, 10.30-12.00 Uhr

Orientierung (Schopenhauer, Brüder Grimm, Novalis)
Mannheim: 21.7.2020, 10.30-12.00 Uhr
Heidelberg: 24.7.2020, 10.30-12.00 Uhr

Lüge und Wahrheit (Bodrozic, Watzlawick, Bonhoeffer)
Mannheim: 7.7.2020, 10.30-12.00Uhr
Heidelberg: 10.7.2020, 10.30-12.00 Uhr

Literatur am Bildungszentrum Heidelberg

Kleine Akademien in der Region Rhein-Neckar

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Literaturkurs in Neckargemünd

Im Herbst 2020 werde ich coronabedingt nochmals einen virtuellen Literaturkreis mit einigen zeitnah angekündigten analogen Treffen ab Oktober 2020 anbieten. Geplant ist, dass der Literaturkreis Neckargemünd ab Frühjahr 2021 wieder startet.

Literaturkurs in Heidelberg

Im Herbst 2020 werde ich coronabedingt nochmals einen virtuellen Literaturkreis mit einigen zeitnah angekündigten analgogen Treffen ab Oktober 2020 anbieten. Geplant ist, dass die Literaturkreise in Heidelberg ab Frühjahr 2021 wieder starten.

Hier (extern) finden Sie alle meine Veranstaltungen am Bildungszentrum Heidelberg.

Literatur am Bildungszentrum sanctclara in Mannheim

Kleine Akademien in Mannheim

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Literaturkreis I & II in sanctclara

externer Link

Im Herbst werde ich coronabedingt nochmals einen virtuellen Literaturkreis mit einigen zeitnah angekündigten analogen Treffen in Mannheim anbieten. Geplant ist, dass die Literaturkreise in Mannheim ab Frühjahr 2021 wieder starten.

Literatur am Zürisee

Die Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk – Vertreterin der klassischen Postmoderne

Postmodern ist ein Modewort, das so ziemlich für alles verwendet wird, was „in“ ist. Dabei ist oftmals unklar, was damit wirklich gemeint ist. Übersetzt bedeutet Postmoderne die „Nach-Neuzeit“ oder das „Ende der Neuigkeit der Moderne“. In ihr gibt es keinen Sinn mehr für vollkommene Ordnung, die Werteskala ist verfallen, alles scheint möglich, Stil- und Gattungsgrenzen sind gefallen. Die Postmoderne ist facettenreich, unkontrollierbar, ständig in Bewegung, labyrinthisch und dementsprechend schwer zu fassen. An diesem Abend wollen wir den Versuch wagen, Kennzeichen der Postmoderne für die Literatur zu benennen und dabei zu überlegen, wie postmoderne Werke gegenüber ihren Vorgängern abzugrenzen sind. Die wichtigsten Techniken der postmodernen Literatur – die Montage und die Perspektivik. Dazu ist es nicht notwendig, ein ganzes Buch von Olga Tokarczuk zu lesen.

Ulrike Mielke bringt exemplarisch Texte der Autorin mit, die aus ihrem Erzählband „Spiel auf vielen Trommeln“ entnommen sind und die wir am Abend gemeinsam bearbeiten werden.

Freitag, 21.02.2020, 18.30- 21h

Der Büchnerpreisträger Lukas Bärfuss

Er sei ein Autor mit „nervösem politischen Krisenbewusstsein“. So heißt es in der Begründung der Jury, Lukas Bärfuss 2019 nach Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt und Adolf Muschg als viertem Schweizer den höchstdotierten deutschen Buchpreis, den Büchnerpreis zuzuerkennen. Er, selbst Preisträger des Schweizer Buchpreises, forderte 2017 einen völligen Neustart des Schweizer Buchpreises, ist regelmäßig Gast bei den Soloturner Literaturtagen und inszeniert aktuell das Einsiedler Welttheater. Ein politischer Autor, ein streitbarer Autor. Wir wollen uns in der Literatur am Zürisee in Schindeleggi mit seiner Person und seinem Werk auseinandersetzen und thematisieren seine engagierte Büchnerpreisrede. Diese Reden waren immer schon wegweisend und schrieben ihrerseits nicht selten Geschichte. Die Bärfuss-Rede widmet sich einem der wichtigsten Themen unserer Zeit: der Friedenspolitik und der Suche nach neuen Erzählformen, um Erinnern wach zu halten.

Wer sich im Vorfeld ein bisschen mit Lukas Bärfuss beschäftigen mag, dem sei sein Buch „100 Tage“ erschienen im btb Verlag empfohlen.

Freitag, 16.4.2020, 18:30-21 Uhr, entfällt Corona-bedingt, neuer Termin wird noch bekannt gegeben

Calderóns Großes Welttheater

Was mit Calderón de la Barca im spanischen goldenen Zeitalter als Mysterienspiel begann, kann als Siegeszug durch die Weltliteratur bezeichnet werden: Das große Welttheater. Das menschliche Leben als ein großes Theaterstück. Nackt betritt der Mensch die Bühne, nackt geht er. Alles dazwischen wird durch die Rollen des Lebens gespielt, die vom Schöpfer in der Welt verteilt werden: Der Reichtum, der Geiz, die Schönheit, etc…

In der Literatur am Zürisee skizzieren wir Calderóns geniale Idee und setzen sie in Kontrast zu der heutigen Interpretation des Büchnerpreisträgers Lukas Bärfuss, der die künstlerische Leitung der diesjährigen Welttheaterfestspiele in Einsiedeln verantwortet. Wer verteilt heute die Rollen in der Welt? Wie würden wir heute dieses Stück gespielt haben wollen? Diese und andere Fragen führen in den Kern existentieller Lebensfragen

Thematik verschoben auf nächstes Jahr, wenn in Einsiedeln das Einsiedler große Welttheater gespielt werden kann

Und schweigend umarmt ihn der treue Freund…“ Montaigne-Schiller-Sandor Marai

Die Sehnsucht nach dem Freund, der versteht und begleitet, der in Frage stellt und den Spiegel vorhält, der ein offenes Ohr hat, egal wann, hat gerade in den vergangenen Monaten des Lockdowns nochmals besondere Tiefe erhalten. Was macht einen Freund zum Freund, eine Freundin zur Freundin? Diese Frage diskutieren wir anhand der drei Autoren Montaigne, Schiller und Marai und ihren Texten, die Bestandteil des virtuellen Literaturkreises waren.

Sa 22.8.2020, 17-ca. 19.30 Uhr

  • Unkosten: 25 CHF
  • Max 8-10 Teilnehmerinnen/Teilnehmer
  • bei Annette Becker in der Etzelstrasse 55, 8834 Schindellegi

Anmeldungen bitte über Annette Becker

Philosophisch-literarische Wegweiser – VHS Wiesloch

Spätestens seit dem Lockdown wissen wir: es muss neu nachgedacht werden, was Lüge von Wahrheit unterscheidet, woran Orientierung festgemacht werden kann und was es heißt, dass Freiheit kein bedingungsloses Geschenk ist. Ein „weiter so“ ist sicher nicht die Ausrichtung für die Zukunft. Neue Perspektiven können neue Wege erschließen, auch wenn diese noch völlig unklare Konturen haben.
Wir blicken auf die Themen anhand von Texten aus dem reichen Fundus der Literatur und versuchen eine philosophische Näherung für ein heutiges Verständnis.
Die Texte sind entnommen aus dem Buch:
Ulrike Mielke: Ein Vierteljahr lesen. Literatur in Zeiten der Isolation, Heidelberg 2020 (ISBN 9783752959406), 19,50 EUR
Wenn gewünscht, werden sie als Kopien bereit gestellt.


Referentin: Dr. Ulrike Mielke
Ort: VHS Wiesloch
Termine: 3.11., 10.11., 24.11.2020
Uhrzeit: 18-19.30 Uhr
Anmeldung: VHS Wiesloch

Frühere Veranstaltungen